Einkaufsverband EICO trotzt der Krise |
Leistungsvergütung stieg / Beirat bestätigt / Besuch von Miele-Werken und Paschen Bibliotheken
Bad Iburg, den 5. Juli 2009.
Trotz der sich bereits 2008 abzeichnenden Wirtschaftskrise konnten sich die Mitgliedsunternehmen der EICO GmbH, Deutschlands führende Einkaufsgesellschaft der mittelständischen Möbelindustrie, in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Dies teilte die Gesellschaft anlässlich ihrer Gesellschafterversammlung am 26. Juni dieses Jahres in Marienfeld bei Gütersloh mit. Die Verkaufsumsätze der Küchenmöbelhersteller sowie der Produzenten für Wohn- und Schlafraummöbel bewegten sich mit 510 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Freuen durften sich alle Gesellschafter des Einkaufsverbandes über die Erhöhung der Leistungsvergütung. „Die große Stärke unserer überwiegend inhabergeführten Unternehmen ist es,“ betont EICO-Geschäftsführer Herbert Rosenzweig, „flexibel auf die individuellen Wünsche der Verbraucher mit Top-Markenqualität eingehen zu können. Die EICO ist dabei ein wichtiger Partner, der mit seiner Strategie der bestmöglichen Einkaufskonditionen die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit seiner Mitgliedsunternehmen schafft.“
Der Anteil der Küchenmöbelhersteller an den bonifizierten Umsätzen betrug im vergangenen Jahr 72 %, während der Bereich Schlafen/Wohnen 28 % beisteuerte. In einem hart umkämpften Inlandsmarkt gibt es keine Alternative zur Bündelung und Optimierung von Einkaufsvolumina. Das sieht man auch bei der Möbelfabrik Rudolf in Schlüchtern so. Das Unternehmen stellt Jugendzimmer her und wurde auf der Gesellschafterversammlung als weiteres Mitglied aufgenommen.„Nicht nur der zentrale Einkauf,“ so Inhaber Karl Friedrich Rudolf, „ist ein eminent wichtiger Aspekt, auch der konkrete Wissens- und Erfahrungsaustausch in Bereichen wie etwa Logistik oder Lieferanten. Organisation, Struktur und Transparenz der EICO sprechen klar für eine Mitgliedschaft.“ Im vergangenen Jahr wurden in den Gesellschafterkreis zwei neue Unternehmen aufgenommen. Unverändertes Ziel der EICO ist es weiterhin, die Position als führender Einkaufsverband im deutschsprachigen Raum auszubauen. Dabei legt die Gesellschaft besonderes Augenmerk auf die Bonität der neuen Partner. „Wir haben,“ so Rosenzweig, „2008 einigen potenziell Interessierten absagen müssen.“
Die Zahl der Lieferanten verringerte sich leicht auf 178 Unternehmen. Noch vor zwei Jahren waren es 194. Damit setzt das Unternehmen seine Strategie, sich auf leistungsstarke Lieferanten konzentrieren zu wollen, konsequent um. Mittelfristig plant die EICO GmbH die Entwicklung eines Bewertungssystems für Lieferanten, das anhand von Kriterien wie Qualität, Lieferzeit, Lieferfähigkeit, Preisgestaltung, Service etc. die Zusammenarbeit mit Lieferanten bewertet. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen in Marienfeld den weiteren Ausbau seiner Rolle als Dienstleister– etwa bei der Förderung gemeinschaftlich entwickelter Produkte und dem Aufbau von Lieferantentagen – und die Forcierung der systematischen Gewinnung von neuen Mitgliedern an.
Das Jahrestreffen, das am 24. Juni mit der Beiratssitzung begann und am 26. Juni mit der Gesellschafterversammlung schloss, stand nicht nur im Zeichen des Jahresabschlusses und der Berichte von Beirat und Geschäftsführer, sondern wurde auch geprägt von drei Werksbesichtigungen. Die vollzählig erschienenen Gesellschafter besuchten am 25. Juni das Miele-Werk in Oelde, in dem Herde, Backöfen, Kompaktbacköfen mit Mikrowelle sowie Steuereinheiten für Kochfelder entwickelt und produziert werden, das Werk Bielefeld, Produktionsstätte von Geschirrspülern, sowie die Fabrikation des Spezialisten für Bibliothekeneinrichtungen, Firma Paschen & Companie, in Wadersloh. EICO-Gesellschafter Paschen fühlt sich wie Miele zur Exzellenz bei seinen Produkten verpflichtet. Zugleich konnten sich die Gesellschafter von der Qualität der Premium-Marke für Hausgeräte im Miele-Kochstudio in Bielefeld direkt überzeugen, indem sie den gemeinsamen Abend mit Schälmesser, Schneebesen, Rühr- und Schaumlöffeln verbrachten.
Geschäftsführer und Beirat wurden einstimmig entlastet sowie der Jahresabschluss und der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns genehmigt. Als externe Referenten konnten Viktor Meisenheimer (Hollweg Arbeitsplatten), Wilhelm Stocksieker und Andreas Stolle (Ninkaplast) sowie Hans Werner Spieß („Denkwerkstatt“) gewonnen werden. Die zur Wiederwahl stehenden Beiräte Hartmut Panthel (Panthel Möbelwerk), Horst Rabe (ROTPUNKT Küchen), Andreas Schewe (eggersmann Küchen), Bernd Thielemeyer (Thielemeyer Möbelwerke) und Klaus Tietze wurden in ihren Ämtern bestätigt. Matthias Flick (Hummel Küchenwerk), der 2008 als stellvertretender Beirat in das sechsköpfige Gremium aufrückte, ist nunmehr ordentliches Beiratsmitglied.
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